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Verstehe dein Leben durch FarbenMetaphysische Konzepte von Farbe und Aura© 2003, Lyliane Hirtz, ISBN 0-940399-01-6, Bestellung,
Übersetzung des 1986 erschienen Buches Understanding your life thru
color.
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| Über die Autorin | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einleitung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Teil I
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Teil II
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Mein ganzes Leben lang habe ich mich bemüht, der wirklichen Welt zu beweisen, dass ich intelligent, anziehend, nett, freundlich und vernünftig bin, und die Liste lässt sich fortsetzen. Mit anderen Worten strebte ich danach zu zeigen, dass ich all das bin, was wir als "normal und gesund" betrachten. Viele Jahre lang versuchte ich genau zu verstehen, warum ich anders war als andere. Als mir meine Fähigkeiten bewusst wurden, suchte ich einen Psychiater, der mir helfen konnte, die Theorie, die ich empfing, auszutesten. Wir arbeiteten neun Jahre lang an diesem Test und stellten fest, dass wir richtig lagen ... aber das läuft meiner Geschichte voraus ...
Ich wuchs in einer kleinen Stadt auf, die sich in die Hügel von West- Virginia schmiegt. Ich bin die Tochter eines Kohlebergwerkarbeiters, der um seinen Lebensunterhalt kämpfen musste. Es war die Zeit, als die Gewerkschaften intensiv daran arbeiteten, die Bergleute zu vereinen. Mein Vater, schon stolzer Elternteil von sechs Kindern, hatte plötzlich derer sieben. Nachdem sich dieses Buch mit Metaphysik beschäftigt, muss ich betonen, dass ich das siebente Kind einer Familie mit 13 Kindern bin. Mir wurde oft erzählt, dass mein Vater nach meiner Geburt entscheiden musste, ob er gegen den Streik der Gewerkschaft angehen sollte oder nicht. Er musste genügend Geld verdienen, um Medikamente für seine Frau und seinen 16-jährigen Sohn zu kaufen. Meine Mutter und mein Bruder litten an rheumatischen Herzbeschwerden. Der Zustand meiner Mutter stand in direkter Beziehung zu meiner Geburt. So tat mein Vater, was alle guten, aufrechten Väter tun würden: Er widersetzte sich dem Streikaufruf. 1933 gab es keine Unterstützungsprogramme der Regierung. Wenn die Bergleute nicht arbeiteten, gingen sie zum Laden der Gesellschaft und standen dort Schlange, um ihre tägliche Ration dessen abzuholen, was gerade da war. Also wählte mein Vater zu arbeiten.
Ich bin von Geburt an ziemlich neugierig. Meine erste Erinnerung geht zurück bis zum Alter von drei Jahren. Ich kannte meine Mutter nicht. Sie war eine Lady, die ich nur gelegentlich durch verschlossene Türen hörte. Es gibt zwei Leute, die ich mich erinnere, in jenem Alter gesehen zu haben. Eine war unsere Nana, eine farbige Lady, die für Tante Jemima posiert haben könnte, und ein kleines Mädchen von ungefähr sieben Jahren, das meine Schwester war.
Eines Nachts, als wir alle im Bett waren, hörte ich einen Aufruhr. Nana sagte zu meiner Schwester: "Halte die Kinder im Bett, und alle sollen ganz still sein." Wie Sie im Verlauf dieses Buches noch herausfinden werden, bin ich eine GELBE, und GELBE sind niemals gehorsam oder passiv. (Mehr darüber später.) So kroch ich zum Fenster, um zu sehen, was da los war. Als ich hinter den Vorhängen hervorguckte, sah ich Schreckenerregendes. Da standen – so schien mir – Millionen weisser Kapuzen ausserhalb unseres weissen Lattenzauns. Dieses drei Jahre alte Kind sah keine Menschen, nur Kapuzen. Ein Kreuz brannte auf unserem Rasen. Ich sah den ständigen Begleiter meines kranken Bruders, einen kleinen schwarzweissen Hund, bellend auf dem Rasen herumrennen. Eine Kapuze hob einen Stein auf, traf den Hund und tötete ihn. Später wurden die Minen gesprengt, und mein Vater wurde von der Hüfte abwärts zerquetscht.
Meine Erinnerung an die nächsten paar Jahre ist lückenhaft; aber ich wuchs auf, um noch neugieriger, lauter und fordernder zu sein. Mein kranker Bruder starb. Später erfuhr ich, dass er starb, weil wir uns keine Medikamente leisten konnten. Meine Mutter ging für eine Weile fort und kam dann wieder. Dies waren seltsame Zeiten für mich, weil ich nicht wusste, was vor sich ging. Ich hörte zufällig kleine Bemerkungen wie: "Das ist die, bei deren Geburt Lona gelähmt wurde." Niemand sagte mir etwas.
Ich erinnere mich daran, sehr hungrig gewesen zu sein. Nachts betete ich zu Gott, dass er mir einen rauen Hals geben möge, damit man mir eine Banane gab. Wir bekamen nur Früchte, wenn wir krank waren, und ein rauer Hals hatte bei meiner Schwester gewirkt. Natürlich war ich immer sehr gesund!
Dann erinnere ich mich, dass wir offenbar umgezogen waren und Mutter zu Hause war. Ich war sechs. An einem bestimmten Morgen wollte ich hinausgehen, um im Regen zu spielen. Meine Mutter sagte nein. Ich weinte, und sie sagte, ich solle still sein. Ich bekam einen Wutanfall, wie das nur eine GELBE kann. Meine nächste Erinnerung bezieht sich auf eine warme Flüssigkeit, die in mein Auge herunterläuft. Dann erinnere ich mich, dass der Vater meiner Mutter mich aufhob ... wo kam er her, er lebte doch Stunden entfernt? Da waren Geräusche, Tränen ... und schliesslich Schlaf.
Als ich aufwachte, war ich auf dem Land, auf dem grössten Stück Land, das ich je gesehen hatte. Da waren Kühe und Hühner und viele Dinge, die ich nie zuvor gesehen hatte. Mir wurde gesagt, dass dies meine neue Heimat sei. Meine Grosseltern hatten die Kohlenbergwerke verlassen und waren jetzt Besitzer einer Farm. Meine Grossmutter sagte mir, dass sie wirklich gerne ein kleines Mädchen aufgezogen hätte und dass ich ihr auf der Farm sehr gut helfen könne.
Meine Grosseltern waren schottischer Abstammung, und meine Grossmutter hatte mediale Fähigkeiten. Natürlich sagte das niemand von ihr. Wenn das jemand getan hätte, bin ich ziemlich sicher, dass sie denjenigen mit einem kalten Blick von unten herauf "geschlagen" hätte, wie das nur eine VIOLETTE kann. (Mehr über VIOLETTE später.) Wenn sie nicht hinguckten, schnitt sie wahrscheinlich eine Grimasse oder liess etwas fallen und sagte: "O du meine Güte, fiel gerade aus meiner Hand." Sie hatte, was sie in Schottland das "zweite Gesicht" nannten.
Obwohl ich anfangs sehr verwirrt war, wurden dies schöne und beschäftigte Tage in meinem Leben. Wir hatten kein fliessendes Wasser in unserem Haus. Der Schuppen war vielleicht 500 Meter vom Hauptgebäude entfernt. Für ein hyperaktives Kind, wie ich es war, war das gerade weit genug, um einen guten 50-Meter-Sprint hinzulegen.
Meine Grossmutter verwendete so viel Zeit wie sie konnte mit dem Versuch, aus mir eine verfeinerte junge Dame zu machen. Mein Grossvater investierte seine Zeit darin, aus mir eine nette starke junge Frau zu machen, die ihm auf der Farm helfen konnte. Nebenbei gesagt war er ein GELBER. Als ich ungefähr neun Jahre alt war, hatten alle diese Bemühungen zu dem Erfolg geführt, dass ich eine sehr gute Köchin und eine für mein Alter ausgezeichnete Haushälterin war. Ich war, wie ich dachte, auch bei den Arbeiten auf der Farm sehr nützlich. Meine Tätigkeiten schlossen das Schneiden und Hacken von Holz für die fünf Feuerstellen und den Ofen ein. Ebenso pflügte ich, pflanzte, hackte, jätete, kletterte auf Bäume, um störrische Äpfel von ihren Zweigen zu schütteln, und ging natürlich zur Schule. Dies war eine glückliche Zeit, und alles, was wir taten, erschien ganz natürlich und voller Liebe.
Am Abend sass meine Grossmutter auf ihrem Schaukelstuhl, nahm mich auf ihren Schoss und verbrachte Stunden damit, mir das Lesen beizubringen. Ich hatte Schwierigkeiten, angemessen zu lernen wegen etwas, wovon ich meine Lehrerin sagen hörte, es sei ein "emotionales Problem". "Sie ist ziemlich intelligent und braucht nur etwas Fürsorge", sagte sie. Nun, meine Grossmutter liess mir diese zukommen. Wir lasen jeden Abend, bis meine Grossmutter entdeckte, dass ich ein besonderes Talent fürs Auswendiglernen hatte. Ich las weniger als ich rezitierte. An diesem Punkt begannen wir rückwärts zu lesen, vom letzten bis zum ersten Wort des Satzes. Es war nicht ungewöhnlich für uns, am Ende eines Buches statt an seinem Anfang anzufangen. Mit ihrer Hilfe gelang es mir, lesen und schreiben zu lernen und in der Schule eine "Eins" zu bekommen.
Neben all diesem Lernen fand ich Zeit, mit meinem ständigen Freund und Begleiter, Golden Eagle, zu spielen. Ich sah Dinge und Menschen, die für mich sehr real waren. Jedoch lernte ich dann von meinem Grossvater, dass andere Menschen nicht dieselben Dinge wie ich sahen, besonders er nicht.
"Grossvater, Golden Eagle steht auf deiner Axt, schwing sie jetzt nicht ... Siehst du ihn nicht, Grossvater? ... Du heilige Agnes, du setzt dich ja auf ihn!" "Also, wenn er da weggeht, mein Mädchen, dann werde ich mich nicht auf ihn setzen ... Heilige Agnes, und was noch?" "Opa, Golden Eagle sagt, wir brauchen kein Futter, es wird heute Nacht regnen." "Gut, frag ihn, wie viele Rollen wir unter den Herd legen sollen."
Irgendwie wusste ich, dass er ihn weder sah noch hörte; und für mich war er so völlig klar zu sehen. Wenn Grossvater mich strafte, sagte Golden Eagle Dinge zu mir, die nur ich wusste. Wenn Opa ihn sehen oder hören würde, wäre Golden Eagle nicht da. So lernte ich.
Es war nicht so mit meiner Grossmutter. Wenn ich von ihr gescholten oder bestraft wurde, war Golden Eagle immer traurig. Manchmal weinte er sogar mit mir. Grossmutter sagte dann: "Nun komm schon, ich habe ja nicht soviel getan. Ich habe nur einen von euch bestraft. Da braucht ihr nicht gleich beide zu weinen."
So lernte ich, dass Grossmutter sah, was ich sah, und Grossvater nicht. Das hat mich viele Male in Schwierigkeiten gebracht! Grossvater mochte meine Einbahngespräche mit Golden Eagle nicht, und Golden Eagle redete nicht viel in Gegenwart meiner Grossmutter. Daher wusste ich natürlich, dass Golden Eagle auch klug war. All dies schien ganz natürlich zu unserem Leben zu passen, und wir waren glücklich.
Wenn wir spielten, zeigte mir Golden Eagle, welche Sandsteine ich benutzen konnte, um in Farbe zu malen, und welche, um darauf zu malen. Er lehrte mich viele Dinge. Hauptsächlich aber war er, und ist es immer noch, mein ständiger Begleiter. Er und ich sind immer gleich alt gewesen.
An sonnigen Nachmittagen lagen Grossmutter und ich im Gras und beobachteten die "andere Welt". Wir nannten sie "kleine Leute". Sie taten, was sie einfach taten, als ob wir nicht existieren würden. Wir lachten, sprachen und kommentierten, ohne sie zu stören. Manchmal beschuldigte uns Grossvater, dass wir "Schlüssellochgucker" seien. Dann aber fragte er gelegentlich: "Ach, übrigens, was macht James gerade jetzt?" James war einer aus dem kleinen Volk. Es war eine gute Zeit des Teilens mit meiner Grossmutter, wissend, dass wir beide die gleichen Dinge sahen und darüber sprechen konnten.
Mein Grossvater spielte eine ganz andere Rolle in meinem Leben. Oft holte er sein einziges, stolzes Besitztum herunter, sein Schiessgewehr. Der Vater meines Vaters brachte dieses Gewehr mit aus Deutschland, als er in dieses Land kam. Ich bat ihn oft, die Geschichte von meinem Vater zu erzählen, die zu hören ich niemals müde wurde. Er lehrte mich schiessen, während er das Gewehr hielt und mir die Geschichte erzählte. Mein Vater, so geht die Geschichte, kam die Strasse zu unserem Haus herunter, als die Kapuzen das Kreuz verbrannten. Er sah, dass eine Kapuze den Hund meines Bruders tötete. Er verfolgte die Kapuze und stiess ihr sein Messer in den Leib. Der Mann starb nicht. Mein Grossvater war in der Stadt politisch tätig. Er verhandelte mit meinem Vater: Wenn er meinem Grossvater das Schiessgewehr gäbe, würde dieser zusehen, dass mein Vater nicht ins Gefängnis kam. Das vereinbarten sie, und beide hielten Wort.
Irgendwie gelang es meinem Grossvater, meinen Vater zur Universität zu schicken. Er machte dort sein Ingenieur-Diplom im Bergbaufach und musste sich niemals einer Gewerkschaft anschliessen. Er arbeitete sehr eng mit ihnen zusammen, aber er trat nicht ein.
Ich lebte bei meinen Grosseltern, bis ich sechzehneinhalb Jahre alt war. Während dieser Jahre sah ich meine Eltern gelegentlich, wenn ich in den Sommerferien nach Hause fuhr. Solange meine Grosseltern auch dort waren, ging es mir gut. Manchmal konnte es einen ganzen Tag lang dauern, bevor irgendetwas ausbrach. Dann fing meine Mutter an zu schreien: "Nehmt dieses verrückte Kind von mir weg, ich kann es nicht ausstehen!" Und dann ging ich weg, Tränen im Herzen und ohne jemals zu verstehen, warum meine Mutter mich nicht lieben konnte. Ich glaube, es verletzte und erstaunte sie ebenso sehr wie mich. Immerhin war sie doch eine ausgezeichnete Mutter für ihre neun überlebenden Kinder. Sie schien zu glauben, dass ihre Eltern mich brauchten. Mein Vater benahm sich, als ob er glaubte, dass ich glücklicher wäre, wenn ich bei meinen Grosseltern lebte. Und das stimmte auch.
Meine Brüder und Schwestern kannten mich nur als "die, die so komisch wie Oma ist". Ich verstand nicht. Ich hielt sie für komisch. Ich meine damit, ich sah Leute überall um sie herum, und sie sahen niemanden. Irgendjemand starb und stand direkt neben ihnen, und sie redeten über diesen Menschen, als ob er nicht da wäre und überhaupt niemals mehr da sein würde. Also für mich war das komisch! Ich habe meine Brüder und Schwestern niemals kennengelernt. Wir waren einander fremd und sind es bis zum heutigen Tag.
Als ich sechzehneinhalb war, mussten meine Grosseltern ins Krankenhaus. Das bedeutete, dass ich nach Hause musste, um meine Ausbildung fortzusetzen. Nach drei Monaten wurde ich ins Hospital geschickt, weil ich "nicht fähig war, mich anzupassen". Glücklicherweise hatte ich alle notwendigen Unterlagen für meinen Abschluss. Nach drei Monaten im Krankenhaus machte ich das Examen an einer Oberschule, die ich nur einen Monat lang besucht hatte.
Ich ging zur Armee während des Korea-Krieges, als es noch Mode war, patriotisch zu sein. Ich hatte die Absicht, Krankenschwester zu werden. Ich hatte immer Visionen davon gehabt, nach Afrika zu gehen und mit Dr. Schweitzer zu arbeiten. Die Armee jedoch befand, dass ich eine bessere Sekretärin abgeben würde. Das war die beste Entscheidung, die sie jemals für mich trafen.
Ich genoss meine Zeit in der Armee. Dort bekam dieses Waisenkind eine gute Erziehung, um nur das Mindeste zu sagen, und liebevolle Geborgenheit. Die Armee gab mir Gelegenheiten, die ich anderweitig niemals bekommen hätte. Meine Erfahrung dort brachte mir ausserdem die Erkenntnis der Tatsache, dass ich wirklich seltsam war. Anzeichen von Zauberkraft brachen überall hervor. Eines Tages beorderte mich mein Kompaniechef zu sich und befahl mir, meine "präkognitiven Erkenntnisse" für mich zu behalten oder ... Das tat ich dann.
Zu dieser Zeit sprach ich einen Holterdipolter-schottischen Dialekt eigener Machart. Nur wenige Menschen konnten mich verstehen. Diese Sprache war zwar lustig, aber nicht leicht zu übersetzen. Sie haben sicher schon gemerkt, dass Menschen manchmal sehr grausam sein können. Nach Zapfenstreich und "Lichter aus" konnte jemand schreien: "Hey, Hubbard ...?" In meiner Naivität antwortete ich dann, woraufhin meine Antwort als Echo mit mimischer Untermalung durch die Baracken lief. Ich konnte mich dann nur noch in den Schlaf weinen. Schliesslich, nach einer Zeit der Tortur, fragte meine Vorgesetzte mich, ob ich all das nicht ändern wolle. Ich sagte ja. Sie arrangierte dann, dass ich in eine Schule für Diktion gehen konnte. Typisch Armee: Ich lernte amerikanisch zu sprechen unter der Aufsicht einer Frankokanadierin!
Ich benutzte meine medialen Fähigkeiten nicht, bevor ich 27 war. Oh, das stimmt nicht. Ich benutzte sie immerzu. Ich erzählte nur niemandem davon. Mit 27 ging ich in eine Yoga-Klasse. Während der Meditation wurden wir gebeten, in den Spiegel zu schauen, um im Licht von Kerzen unsere Auren zu sehen. Was war eine Aura? "Ein Energiefeld von Farben um dich herum", sagte die Lehrerin, "die Aura kann man sehen, wenn das Bewusstsein verändert ist." Also, da war sie, die Einladung zum Sprechen. Und das tat ich dann! Ich faszinierte jeden. Seltsam, dass ich die einzige war, die das konnte. Warum? Sah nicht jeder diese Farben?
Verändertes Bewusstsein? Ich hatte sie schon immer gesehen. War ich immer verändert? Was war für andere normal? Sah denn nicht jeder diese strahlenden, schönen Farben, die sogar die schlimmsten Dinge nicht ganz so schlimm erscheinen lassen? Ich verstand nicht. Sahen sie sie wirklich und wahrhaftig nicht? Wie langweilig musste ihre Welt aussehen ohne Farbe, ausser dem, was in Färbemitteln und Pigmenten ist. Wie schade! Und bin ich nun komisch?
Meine Yoga-Lehrerin sagte: "Nancy, du solltest deine Gabe entwickeln. Sie ist sehr schön." Plötzlich war mein Fluch zu einer Gabe geworden, und die Menschen würden mich lieben, wenn ich sie entwickelte!
Sie liebten mich tatsächlich. Und zum ersten Mal in meinem Leben war ich etwas Besonderes! Ich hatte einen Ehemann durch das College finanziert. Nichts Besonderes. Ich hatte eine Tochter geboren, nachdem die medizinische Wissenschaft gesagt hatte, das sei unmöglich: keine grosse Sache. Jetzt konnte ich das tun, was ich natürlicherweise schon immer getan hatte, und plötzlich war es etwas Riesengrosses. Ich musste "mein Bewusstsein verändern", um es zu tun. Gut, das war zu meinem Glück genauso, wie ich die letzte Seite eines Buches lesen musste, um herauszufinden, wofür Seite 1 gebraucht wurde. Jetzt musste ich herausfinden, was "verändertes Bewusstsein" bedeutete. Ich musste lernen, warum niemand die Aura sah ausser mir. Ich wollte auch wissen, wie ich mehr über all dies lernen konnte. Schliesslich war das alles bis zu diesem Punkt ganz natürlich für mich gewesen, und ich brauchte keine Erklärung.
Plötzlich hatte ich viele Fragen. Ich wandte mich an die Menschen, die ich kannte und denen ich am meisten vertraute. Niemand wusste etwas von diesen Farben ausser Golden Eagle, der "alte Mann" (mein Lehrer hatte niemals einen Namen) und ich. So sagte ich zum "alten Mann": "Kannst du mich lehren, worüber sie sprechen?" "Möchtest du lernen?" fragte er. "O ja." "Es wird aber eine Menge Disziplin brauchen und viel Arbeit sein." "Das ist in Ordnung." "Bist du sicher?" "O ja." "Also gut, dann fangen wir mit Bäumen, Blumen und Büschen an." "Aber was ist mit den Leuten?" "Wir werden zu ihnen kommen. Siehst du, Pflanzen und Büsche sind emotional stabiler als Menschen. Und die Aura wird von Gefühlen beeinflusst ..."
So begannen meine Studien in Farbe und menschlicher Aura. Drei Jahre lang arbeiteten wir an Definitionen und Interpretationen der Aura. Ich lernte, was jede Farbe bedeutet, wie man die verschiedenen Kombinationen interpretieren kann und vieles mehr. Da ich eine GELBE bin, brauchte ich Möglichkeiten, um die Informationen zu testen, die ich bekam. Es gab keine Bücher über diese Interpretationen. Ich fand niemanden, der sieht, was ich sehe und wie ich es sehe. Bis heute suche ich jemanden, der dieses Konzept kennt.
Es war für mich sehr wichtig und notwendig, irgendeine Möglichkeit zu finden, wie ich diese Informationen überprüfen konnte. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich Kontakt mit einem Psychiater in San Diego auf. Mit seiner Hilfe wurden Hunderte von Patienten und Freiwilligen anhand der Theorie, die ich empfangen hatte, getestet. Unsere Arbeit zog sich über neun Jahre hin, und wir stellten fest, dass unsere Vorstellungen zutrafen. Danach unterrichtete ich überfüllte Klassen an der Staatsuniversität von San Diego, drei Jahre lang im experimentellen College. Seitdem halte ich ständig Vorträge, Lehrveranstaltungen und Beratungen in Nordamerika, Kanada, Australien, Singapur, Deutschland und der Schweiz, wodurch ich Anerkennung und Bestätigung für dieses Konzept bekomme.
Meine grösste Belohnung ist zu sehen, wie so viele Menschen durch dieses Wissen in der Lage sind, ein neues Bewusstsein von sich selbst, ihren Freunden und ihren Lieben zu erfahren. Ich sehe, wie Menschen ihr Leben bedeutungsvoller finden und die Lektionen, die das Leben ihnen bietet, als natürliche und schöne Entwicklung ansehen. Wir verlieren nicht unsere Individualität durch das Wissen, dass wir mit anderen, die die gleiche Lebensfarbe haben, auch viele Eigenschaften gemeinsam haben. Die sogenannten Unterschiede zu anderen bestehen nur im Prozess der Betrachtung des Lebens und seiner Erfahrungen von einem anderen Standpunkt aus. Während nichts im Leben wirklich vorhersagbar ist, gibt es doch gleiche Aktionen und Reaktionen, die wir alle auf unsere eigene Art und Weise demonstrieren. Ich bin fasziniert und finde es aufregend, Zeugin dieser Wahrheiten zu sein und die Ähnlichkeiten zu sehen. Dieser Farbprozess ist einfach noch mal ein weiterer Weg, die innere und äussere Schönheit jedes Menschen zu verstehen und jedes menschliche Wesen zu schätzen.
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Ein Ziel, das ich mit diesem Buch für Sie, die Leserin, den Leser, erreichen möchte, ist, Sie zur Beobachtung der Menschen hinzuführen. Ich hoffe, dass Sie dann erkennen werden, wie viele Leute gerade diejenigen Dinge tun, die wir auf diesen Seiten betrachten. Ich möchte, dass Sie das Drama des menschlichen Lebens sehen, und ich vertraue darauf, dass Ihr eigenes Leben durch dieses Verständnis erträglicher und dadurch erfreulicher werden wird.
Meistens treten zwischen uns Unstimmigkeiten auf, weil wir die anderen nicht verstehen. Wenn wir sie verstehen können, können wir die Wahl treffen zwischen akzeptieren, verhandeln oder ablehnen. Wenn wir nicht verstehen, verlangen wir gewöhnlich von den Menschen, dass sie etwas auf unsere Art und Weise tun oder gar nicht. Wenn wir jedoch beginnen, mit neuen Augen zu schauen, können wir lernen, dass es für die Menschen völlig in Ordnung ist, zu sein oder nicht zu sein, wie sie eben sind oder nicht sind. Ausserdem ist es auch zu unserem Vorteil, wenn andere das tun, was für sie innerlich notwendig ist, um zu einem glücklichen, gut geregelten und liebevollen Leben zu kommen. Das gibt uns dann im Gegenzug die Freiheit, das Gleiche zu haben.
Ich glaube nicht, dass wir die Aura sehen müssen, um zu wissen, wozu sie gut ist. Die Aura zu sehen gibt uns keine Macht. Es hilft uns lediglich zu einem vollkommeneren Verständnis. Wir können lernen, ihre Wirkungen zu erkennen, indem wir die Handlungen der Menschen beobachten. Aber wir können nichts tun, um einen anderen Menschen zu ändern, ausser diese Person wünscht selbst, sich zu ändern. Wenn jemand wählt, sich zu ändern, können wir ihm dabei helfen, indem wir verstehen, warum dieser Mensch tut, was er tut. Wir sehen, dass Kinder unter fünf oder sechs Jahren dies automatisch so machen. Wir glauben auch, dass sie die Farben der Aura sehen und/oder fühlen.
Mit diesem Wissen werden wir eine neue Perspektive gewinnen, von der aus wir Menschen betrachten können, hoffentlich mit einem Sinn für Humor. Wir können erkennen, dass vieles von dem, was wir tun, angeboren ist. Ebenso können wir uns verändern, aber nicht ohne Verständnis.
Wie jedes neugeborene Baby haben wir angeborene Züge. Diese Züge oder Qualitäten sind bereits von der Empfängnis an durch das persönliche Bewusstsein unserer Eltern beeinflusst worden. Ich glaube, dass, wenn ich neues Holz zum Bau eines Hauses nehme, dies ein originales Gebäude wird. Wenn ich aber das Material von zwei anderen Häusern benutze, um ein drittes zu bauen, wird einiges von diesem Material bereits vom alten Haus bereitgemacht worden sein. Daher wird das dritte Haus innere Qualitäten seiner beiden Quellen in sich tragen. Man kann es neu zusammenbauen und somit eine neue Ansicht davon hervorbringen, aber das fängt erst da an, wo die beiden früheren aufgehört hatten.
Angehende Eltern haben viele Angewohnheiten, bevor die Schwangerschaft beginnt. Zu diesem Zeitpunkt treten viele Änderungen ein. Was sie vergessen ist ihr miteinander verbundenes Bewusstsein (Gewohnheiten), das nun in das Kind eingeht. Gewohnheiten tragen zum Bau eines besseren Fahrzeugs bei. Ihr Bewusstsein bringt für dieses neue Lebensfahrzeug ein Leben der Veränderung ins Dasein. Auch dieses ist angeboren, weil es der Art und Weise entspricht, wie das Leben wächst und voranschreitet. So beginnt das Element "eins plus eins gibt drei" vom Tag der Empfängnis an wirksam zu werden. Wenn das Kind geboren ist, reagiert es auf andere Elemente in der gleichen Weise. Die Vorstellung des Babys, zusammen mit einer weiteren Vorstellung, erschafft eine neue Überzeugung (Glaube), die aufgebaut wird auf vielerlei Ergebnissen. Somit gibt es kein "neues Leben" und keinen "neuen Anfang". Nur: Kontinuum = Veränderung, und dabei beruht jede Veränderung auf der vorigen. Das bezeichnen wir als Evolution. Das ist auch der Grund, warum alle grossen Philosophen und Lehrer sagen: "Du bist der Hüter deines Bruders."
Während wir unsere Veränderungen in der Evolution durchmachen, ist jeder mit uns zusammen an diese Veränderung gebunden. Wenn das stimmt, wird der Gedanke, dass wir unser eigenes Ding im Geiste erschaffen, zu einer platten Aussage, und keiner von uns kann sich leisten, dies zu glauben oder danach zu leben. Die meisten von uns tun das ohnehin nicht. Wir haben, was ich "selective minding", also auswählendes Denken, nenne. Mit anderen Worten, wenn es sich so anfühlt, als käme etwas Unangenehmes auf uns zu, "vermeiden wir die Sache".
Was wir auch im Sinn behalten wollen ist die Tatsache, dass das Verhalten anderer uns auf die Dauer und auch in der schlussendlichen Auswirkung beeinflusst. Aus diesem Grunde bringen uns viele unserer jüdisch-christlichen Prozesse auf der einen Seite in Schwierigkeiten, während sie uns auf der andern Seite auch helfen. Wir haben die Wahl. Und so haben wir die Regel aufgestellt: "Tu andern das, was du möchtest, dass sie dir tun." Wir finden diese Regel gut für uns. Wir müssen allerdings zugeben, dass dies eine Regel Nummer eins für Egoismus ist. Der Nutzen für andere ist nur ein Nebenprodukt. Unser ganzer religiöser Prozess basiert auf diesem Egoismus: Sei gut, damit du in den Himmel kommst. Auf der andern Seite wird uns gelehrt, dass es falsch ist, egoistisch zu sein. Irgendwie haben unsere Lehrer vergessen uns zu sagen, dass, wenn etwas irgendeinen Nutzen für uns bringt, es nicht selbstlos ist.
Dies könnte sich wie Kritik anhören, aber das ist nicht meine Absicht. Im Gegenteil glaube ich, dass es der universellen Wahrheit näher steht als irgendetwas anderes, das wir wissen. "Jede Wahrheit enthält etwas Falsches, und alles Falsche basiert auf einer Wahrheit."
Daher bitte ich Sie, in diesem Buch weiter zu suchen, aber nicht nach absoluten Wahrheiten, sondern nach Entdeckungen, die anwendbar und hilfreich sind, damit Sie Ihr Leben voller leben können. Wir können dieses Wissen benutzen, um unsere Mitmenschen vollständiger zu verstehen, vorausgesetzt, dass wir es nicht dazu missbrauchen, sie im Verlaufe des Prozesses zu verurteilen. Wir alle lernen immerzu. Mein Traum ist, dass wir lernen, das Leben in uns und den anderen zu geniessen. Frohes Lesen!
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| Nancy Ann Tappe E-Mail Schweiz: lhirtz@bluewin.ch Internet: www.creative4you.ch/spirit/nancy |
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